• Ex Libris




    Literatur und Schrift
    in der Sammlung Bosshard

    19. Januar 2020 bis 10. Januar 2021

  • Tomas Baumgartner

    Tomas Baumgartner:
    Ein sehr harter Winter ist, wenn ein Wolf den anderen frisst

    23. August 2020 bis 7. Februar 2021

  • Karol Radziszewski

    Fanny Hauser
    + Viktor Neumann:
    Karol Radziszewski

    23. August 2020 bis 1. November 2020

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      4 x Baviera

       23. August 2020 bis 1. November 2020

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Oktober

Kunstwerk des Monats

Oktober 2019

RRRFokus 78 smaller

Alex Hanimann 
(*1955 in Mörschwil, lebt und arbeitet in St. Gallen)

All the Pretty Horses, 1988-1999

Serie von ca. 500 Bildern, davon 16 Pferdebilder Teil der Sammlung Kunst(Zeug)Haus,
Technik: Öl auf Karton, Bildmass: 37.5 x 47.5 cm, Rahmenmass: 42 x 52 x 2.5 cm,
Inv.-Nr. 385-400


In den 1990er-Jahren beginnt Alex Hanimann an einer grossen monochromen Werkgruppe zu arbeiten, welche sich ausschliesslich dem Pferdemotiv widmet. In der Sammlungsausstellung «Rhythmus, Reihe, Repetition» im Kunst(Zeug)Haus sind von der ca. 500 Bilder umfassenden Serie namens All the Pretty Horses insgesamt 16 Pferdebilder ausgestellt, die in einem Zeitraum von insgesamt 11 Jahren geschaffen wurden. Dafür hat der Künstler eine Auswahl an Pferdefotografien aus der Fachliteratur in realistischer Manier und akribischer Detailarbeit in Öl auf Karton reproduziert.

Durch die formalen Ähnlichkeiten, die reduzierte Farbigkeit und die serielle Reihung der Pferdedarstellungen werden die unterschiedlichen Pferde als einheitliche Kauf- oder Schauobjekte dargestellt, die alle in einer ähnlichen Pose vorge­führt werden, welche einem potentiellen Käufer oder einer Jury die vorteilhaften Merkmale des jeweiligen Pferdes präsentieren soll.

Die Pferde sind in strenger Profilansicht dargestellt, neun Pferde sind nach links und sieben nach rechts gerichtet. Die rein dokumentarische Darstellungsweise ist dabei eine Anlehnung an «Pferdemaler» wie George Stubbs oder Théodore Géricault. Die Aneinanderreihung der schwarzweissen Pferdedarstellungen erinnert auch stark an die fotografischen Bildserien des britischen Fotografen Eadweard Muybridge, auf denen alle Bewegungsphasen eines galoppierenden Pferdes zu sehen sind.

Indem Hanimann die Pferdefotografien in einer strikten Einheitlichkeit malerisch reproduziert und in zwei Reihen übereinander im Museum rein dokumentarisch ausstellen lässt, hinterfragt der Künstler die Funktionen und Repräsentationsaufgaben des Mediums Malerei im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit.

Alex Hanimann (*1955 in Mörschwil, lebt und arbeitet in St. Gallen) ist seit 1981 freischaffender Künstler und seit 2003 Professor für Visuelle Kommunikation an der Zürcher Hochschule der Künste. Er arbeitet hauptsächlich in den Medien Zeichnung, Malerei, Objektkunst, Lettrismus und Druckgrafik.

Aktuelle Ausstellung:
Same but Different in der Villa Merkel
15. September bis 17. November 2019

Text: Xenia Gokhberg

Das «Kunstwerk des Monats Oktober» ist Teil der Ausstellung «Rhythmus, Reihe, Repetition» (14. Oktober 2018 – 15. Dezember 2019) und kann im Kunst(Zeug)Haus besichtigt werden.