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Date to Dance

Samstag, 1. Oktober 2022, ab 17 Uhr

Date to Dance Kunstzeughaus Vorschaubild

Benjamin Sunarjo, Foto: Christian Glaus

Mit Date to Dance – Kunst trifft Tanz schafft das Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona erstmals ein Minifestival, das sich dem Tanz widmet und drei unterschiedliche künstlerische Arbeiten der Choreograf:innen Venuri Perera (Sri Lanka), Benjamin Sunarjo (Schweiz) und Julia Keren Turbahn (Deutschland) in den Ausstellungsräumlichkeiten des Kunst(Zeug)Haus präsentiert.

Date to Dance versteht sich als Verbindung von Tanz mit der aktuellen Ausstellung «Familiensache» und schafft Berührung, Begegnung und Bewegung.

Kosten: CHF 20.- (inkl. Museumseintritt). Für Mitglieder im Freundeskreis Kunst(Zeug)Haus und Gönner Kunst(Zeug)Haus: CHF 15.-
Keine Anmeldung erforderlich.

 

Detailprogramm:

17.00 Uhr   Begrüssung und kurze Einführung
17.15 Uhr  Venuri Perera immaterial grrrl
18.00 Uhr  Benjamin Sunarjo I am giving myself permission to dance
19.00 Uhr  Julia Keren Turbahn Soloƨ
20.00 Uhr  Gespräch mit Choreograf:innen, Moderation Lea Moro

Dazwischen und anschliessend Barbetrieb mit Snacks.

 
Über die Choreograf:innen:

Venuri Perera  (*1981) lebt und arbeitet in Amsterdam. Die Choreografin und Performancekünstlerin kommt aus Colombo (Sri Lanka). In ihren bisherigen Arbeiten setzte sich Perera mit gewalttätigem Nationalismus, Patriarchat, Einwanderungs- und Grenzritualen, kolonialem Erbe sowie sozialen Klassen auseinander. Ihre Soli und Gemeinschaftwerke werden seit 2008 in Europa, Süd- und Ostasien gezeigt. Seit 2017 erforscht Perera die Machtdynamiken von Blick, Anonymität und Sinnlichkeit in performativen Experimenten, die in Theatern, Galerien und im öffentlichen Raum durchgeführt werden. Die Künstlerin sucht nach Wegen, um in ihrer Arbeit und ihrem Leben Voraussetzungen für radikale Liebe und Mitgefühl zu schaffen. Obwohl sie meistens scheitert, bleibt sie optimistisch.

immaterial grrrl ist als ein laufendes Tanz-Experiment zu verstehen. Es geht dabei um Fragen wie: Ist Sichtbarkeit Macht? Worin besteht die Macht der offensichtlichen Unsichtbarkeit? Kann Unsichtbar-Sein die Grenzen zwischen uns und anderen auflösen? Wer hat das Recht auf Intransparenz? Wenn wir uns in der Gegenwart von unbekannten Anderen enthüllen, werden wir uns selbst wiedererkennen? Werden wir uns gegenseitig erkennen oder werden wir an unserem Versagen verzweifeln? Was hat die Liebe damit zu tun? Was ist die Liebe anderes als ein Gefühl, das man sich anempfindet?
>Einladungskarte Perera

 

Benjamin Sunarjo (*1984) lebt und arbeitet in Biel. Er ist ein schweizerisch-indonesischer Performancekünstler, der die transformative Kraft der Bewegung erforscht, indem er Momente reiner Körperlichkeit freilegt. Sunarjo studierte zeitgenössischen Tanz in London, zeitgenössische Kunst in Bern und Umweltnaturwissenschaften in Zürich. Er performt auch für andere Künstler, darunter Tino Sehgal, Boris Charmatz, Alexandra Pirici, Rirkrit Tiravanija, Alexandra Bachzetsis und Boris Nikitin.

In dem Stück I am giving myself permission to dance erkundet Sunarjo seine persönliche Geschichte mit dem Tanz und fragt sich, woraus sein Körper jenseits seines Trainings besteht. Durch seine Arbeit setzt er die Welt ums sich herum in Beziehung zur Welt in ihm drin. Er interessiert sich für fragmentarische Passagen, die sich im alltäglichen Handeln finden lassen — die Zwischenräume unseres Lebens, die wir zwar sehen, aber nicht bewusst wahrnehmen. Sunarjo entdeckt in diesen Zwischenräumen ein transformatives Potenzial. Er versteht den Akt des Sehens selbst als einen guten Anfang, dieses Potenzial zu entfalten.
> Einladungskarte Sunarjo

 

Julia Keren Turbahn (*1990) lebt und arbeitet in Berlin. Sie schloss 2019 ihr Studium Tanz, Kontext, Choreographie am «Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin» ab. Sie schätzt interdisziplinäre und stete gemeinsame Arbeitsprozesse und teilt eine langjährige Zusammenarbeit mit der bildenden Künstlerin Tal Alperstein ,den Choreograph:innen Simone Gisela Weber, Jan Rozman, Lea Moro, Ziv Frenkel sowie dem Regisseur Sebastian Hirn. Ihr tiefes Interesse am bewegten Körper als fester Bestandteil ihrer künstlerischen Praxis spiegelt sich in ihren Projekten in der Bewegung in verschiedenen Positionen und Räumen wider. Ihr Verständnis von Wissensproduktion durch körperliche Praktiken wendet sie auch in ihrer Arbeit als Vermittlerin in verschiedenen Kontexten an.

Die Arbeit Soloƨ überträgt das Phänomen der multistabilen Wahrnehmung auf den bewegten, menschlichen Körper und fragt danach, welche Form der Andersartigkeit ihm innewohnt, wenn wir nur genau hinschauen. Über eine genauen Arbeit mit unvorhergesehenen, spontanen und nicht vermeidbaren Wechseln in der Wahrnehmung entwickelt sich somit eine eigenwillige Choreografie des Körpers. Der Körper wechselt dabei zwischen Mensch, Skulptur und Wesen.
Konzept, Choregraphie, Performance: Julia Keren Turbahn / Sound: Alois Späth / Kostümbild: Anna Phillipa Charlotte Müller / Unterstützung Sound: Andrés Bucci
> Einladungskarte Keren Turbahn

 

Date to Dance – Kunst trifft Tanz ist von Lea Moro in Zusammenarbeit mit dem Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona kuratiert.

Die erfolgreiche Schweizer Choreografin und Kulturmanagerin Lea Moro ist in Rapperswil-Jona aufgewachsen. Seit 2013 entwickelt sie Performances – Solos, Gruppenstücke wie auch Arbeiten für ein junges Publikum – die alle international touren. Moro absolvierte 2018/19 eine Ausbildung in Systemischer Organisationsberatung bei artop – Humboldt-Universität Berlin und nahm 2019/20 an dem einjährigen Programm Kuratieren in den szenischen Künsten an der Paris Lodron Universität in Salzburg teil. Sie hat am DOCH – School of Dance and Circus in Stockholm, der Universität of the Arts Helsinki, am HZT Berlin, der Manufacture Lausanne gelehrt. Sie arbeitet als Produktionsdramaturgin am Tanzhaus Zürich und hat die Plattform Work it Out gegründet.

www.leamoro.com

https://www.workitout-platform.com

 

Das Projekt wird unterstützt durch:

 

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