Terminkalender

(Un-)Sichtbarkeiten in der Sammlung entdecken

Mittwoch, 18. Juni, 18.30 Uhr

 KZH Regenbogenfarben

    

Kunst ist mehr als ein Spiegel gesellschaftlicher Verhältnisse – sie ist ein Ort des Aushandelns, des Widerstands und der Veränderung. Doch welche Perspektiven werden im Kunstbetrieb sichtbar gemacht, und welche bleiben im Verborgenen?

Queere Lebensrealitäten waren in der Kunstgeschichte lange marginalisiert. Zwar gab es seit den 1980er-Jahren immer wieder Bestrebungen, queere Identitäten in Ausstellungen und Sammlungen zu integrieren. Doch häufig geschah dies mit wenig institutioneller Unterstützung – vielfach am Rand des offiziellen Kunstsystems. Auch in der Sammlung Bosshard, die heute im Kunst(Zeug)Haus beheimatet ist, scheinen queere Positionen unterrepräsentiert. Doch trifft das tatsächlich zu?

Was als Kunst gilt, wurde über Jahre von heteronormativen und patriarchalen Strukturen geprägt. Wichtige Beiträge queerer Kunstschaffender blieben oft unbeachtet oder wurden regelmässig ohne ihren queeren Kontext dokumentiert. Erst durch kulturpolitische Debatten über Diversität und durch die Arbeit einschlägiger Archive und Initiativen hat sich die Anerkennung queerer Positionen langsam verändert.

Wie sichtbar ist queeres Leben im Kunstkontext heute tatsächlich? Und welche Verantwortung tragen Museen, Sammler:innen, Stiftungen und Künstler:innen für eine vielfältigere Erzählung von Kunstgeschichte? Diesen Fragen widmet sich eine offene Gesprächsrunde im Kunst(Zeug)Haus mit Vertreter:innen aus verschiedenen Bereichen der Kunstwelt.

Mit Sabian Baumann (Künstler*), Miriam Edmunds (Kuratorin), Felix Falkner (Sammler) und Roman Kern (Sebastiana-Stiftung).
Moderation: Florian Hürlimann, Kunsthistoriker und Sammlungskurator Kunst(Zeug)Haus.

Eintritt frei
Keine Anmeldung erforderlich