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Terminkalender

 

Musiksommer

Donnerstag, 17. Juni 2021, 19.00 Uhr (Einführung um 18.00 Uhr)

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© Marius Masalar.

 

Unsichtbar und doch so nah – Können wir uns eine musikalische Welt ohne technische Reproduktion überhaupt noch vorstellen? Eine Welt, in der man Musikstücke nur dann genau kennenlernen konnte, wenn man sie las, selbst spielte oder möglichst oft im Konzert hörte? Eine Welt, in der Interpret:innen verstummten, sobald sie das Instrument aus der Hand legten? Solches war bis vor 130 Jahren selbstverständlich und die heutige Situation der flächendeckenden Verfügbarkeit aller denkbarer Musik eine Idee, auf die nicht einmal Jules Verne kam. Doch dann brachte die Firma Welte-Mignon 1905 ihr Reproduktionsklavier auf den Markt, das die genauste Aufzeichnung und Wiedergabe von musikalischer Interpretation ermöglichte – Claude Debussy, Edvard Grieg, Gustav Mahler, Richard Strauss und viele andere verewigten sich dank der neuen Technologie.

Sebastian Bausch und Manuel Bärtsch haben dieses spannende Phänomen jahrelang erforscht und können diesen enormen Wissensschatz dank des vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützten Vermittlungsprojekts «Magic Piano» nun auch in diesem Konzertformat präsentieren. Sie wählen dazu verschiedene Rollen grosser Interpret:innen aus und kommentieren diese Interpretationen von Geisterhand neben und an einem Flügel. Durchgeführt wird das Konzert auf einem Instrument des Klavierbauers Markus Fuchs, der dieses als «Operateur» auch bedienen wird.

Konzerteinführung um 18.00 Uhr.

Eintritt: CHF 30. Platzzahl beschränkt. Obligatorische Anmeldung an Pit Marty (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

 


 

Programm

 

Theodor Leschetitzky (1830–1915)
spielt sein Impromptu «Les deux Alouettes» (op. 2, Nr. 1)

Fanny Bloomfield Zeisler (1863–1927)
spielt den Walzer «A la bien-aimée » von Eduard Schütt (op. 59, Nr. 2)

Camille Saint-Saëns (1835–1921)
spielt sein «Rhapsodie d’Auvergne» (op. 73)

Claude Debussy (1862–1918)
spielt seinen Walzer «La plus que lente» (L. 121)

Vladimir Horowitz (1903–1989)
spielt Franz Liszts Fantasie über Themen aus W. A. Mozarts «Figaro» und «Don Giovanni» (S. 697) in der Bearbeitung von Ferruccio Busoni

Jolanda Mérő (1887–1963)
spielt «Isoldes Liebestod» aus Richard Wagners «Tristan und Isolde» in der Bearbeitung von Franz Liszt (S. 447)
  
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